Mittwoch, 28. März 2018

Costa Rica: Monteverde und Vulkan Arenal

Hallo ihr Lieben,
nun zu Costa Rica: wir haben uns hier ganz und gar auf die Tierfotografie spezialisiert, somit gibt es heute (nur ein paar der vielen) Tiere zu sehen. Aber erst möchte ich euch noch erzählen, was wir hier bisher gemacht haben.
Zuerst ging es von San José, der Hauptstadt, mit dem Bus nach Monteverde in die Berge, daher war dort auch das Klima etwas angenehmer - kühler als im restlichen Land. Obwohl Costa Rica nur etwa die Größe Niedersachsens hat, kann man hier locker 5 Stunden Bus fahren und hat nichtmal die Hälfte des Landes durchquert. Auch hier liegt das an den Bergen und teilweise nicht asphaltierten Straßen. In Monteverde bezogen wir ein sehr kleines Hostel, welches sehr viele Leute auf engstem Raum unterbrachte. Allerdings hatte es schöne Bäume im Garten, wo wir bunte Vögel und ein Eichhörnchen beobachten konnten. Noch besser aber: Gleich am ersten Abend zeigte sich in unserem Zimmer plötzlich ein Skorpion. Noch während Andy den Hostelbesitzer holte, verschwand er wieder in einem Loch in der Wand (wo er wohl auch hergekommen war) und war nicht wieder herauszubekommen. Somit klebte der Hostelbesitzer das Loch einfach mit Tape zu und die Sache war gegessen. Wir bekamen dann zum Glück auch keinen Skorpionbesuch mehr. Nachdem unsere verdorbenen Mägen nach zwei Tagen wieder einigermaßen zur Normalität zurückgefunden hatten, ging es am dritten Tag in den Nationalpark Nebelwald Monteverde:
Hier liefen wir einige Wege, sahen viele exotische Pflanzen, Tiere, v.a. Vögel, und einen Wasserfall. Da wir gleich um 7 Uhr zur Öffnung da waren, hatten wir die erste Stunde fast für uns alleine im Park. An einigen Orten war es gar nicht nebelig, aber von einem Aussichtspunkt konnten wir sehen, warum der Park so heißt:
Am nächsten Tag ging es dann per Shuttle (für Touris) nach La Fortuna, unweit des Vulkans Arenal. Wir wählten den Shuttle, da dieser schneller als der öffentliche Bus war und eine 45-minütige Bootsfahrt über den Arenalsee beinhaltete. Vom Boot aus konnten wir schon den Vulkan sehen. Dieser ist noch aktiv und kann deshalb nicht bestiegen werden, aber es gibt in La Fortuna und Umgebung tolle Unternehmungen, die man machen kann. So machten wir am nächsten Morgen dann doch mal eine der teuren geführten Touren - wir hatten unseren eigenen Guide:
Von 7 bis ca 9 Uhr morgens liefen wir durch ein Waldstück und bekamen allerlei Tiere gezeigt und erklärt (mehr siehe unten). Praktischerweise hatte der Guide ein Fernrohr dabei, wie ihr auf dem Bild sehen könnt und somit konnten wir auch Tiere erspähen, die sich weiter weg versteckt hielten. Auf dem Bild seht ihr links übrigens auch einen Baum, der "laufen" kann. Er fährt seine bzw. neue Wurzeln aus, um an Boden zu kommen, der ihm mehr Nährstoffe oder Wasser gibt.
Abends ging es dann zu einem Fluss, der aus heißen Quellen entspringt. Dieser hat etwa Badewannenwassertemperatur und ist ausnahmsweise mal umsonst (sonst kostet hier ja alles Eintritt). Dementsprechend viele Leute sind dort auch vorzufinden, v.a. wenn es dunkel wird und dort Kerzen angezündet werden. Wir waren schon vor der Dämmerung da und liefen den Fluss ein Stück hinunter, sodass wir eine ganze Weile völlig alleine waren und unsere Ruhe hatten. Auf dem Bild sehr ihr unseren Naturwhirlpool. Es war echt sehr schön und entspannend. Man musste sich nur etwas festhalten, um nicht mit der Strömung davon zu schwimmen.
Am nächsten Tag ging es dann wieder in die Hauptstadt, um von dort am Tag danach in den Nationalpark Tortuguero zu fahren, wo wir uns auch gerade noch befinden. Aber davon erzähle ich nächstes Mal.

Und jetzt noch eine kleine Safari durch Costa Ricas Tierwelt:

Hier seht ihr Kolibris, fotografiert in Monteverde. Dort gibt es gleich außerhalb des Nationalparks eine Kolibri-Gallerie, d.h. dort sind Tränken mit Nektar aufgehängt und man kann die in der Natur lebenden Tiere sehen, wie sie dorthin zum Trinken kommen. Sie sind also nicht eingesperrt und dennoch nicht so Menschenscheu.
Dieses Bild stammt auch aus dem Nationalpark Monteverde. Hier müsst ihr vielleicht ein bisschen suchen - sehr ihr den gelb-schwarzen Vogel?
Und ganz prominent: das Faultier. Dieses sahen wir bei unserer geführten Tour beim Vulkan Arenal. Das Foto entstand durch das Fernglas des Guides. Hier seht ihr eine Faultiermutter, die ihr Baby in den Armen hält. Das Baby sieht man nicht, denn sie hält es fest umklammert, damit ihm nichts passiert. Potentielle Fressfeinde für das Baby sind nämlich Schlangen.
Seht ihr den Frosch? Tipp: Er ist grün-schwarz.
Bei diesem ist es schon einfacher. Dieser Frosch heißt übrigens Blue Jeans, weil seine Beine blau sind und es aussieht als hätte er blaue Jeans an.
Dies sind Termiten. Sie sind sehr hilfreich, da sie auf dem Boden herumliegendes aufräumen und somit dafür sorgen, dass ausgesähte Samen von Pflanzen wachsen können, da der Boden über der Erde frei ist. Allerdings besitzen sie auch die Fähigkeit, Blattstücke von Bäumen auszuschneiden und abzutransportieren. Sie können über Nacht einen ganzen Baum blattlos machen. Schon erstaunlich!
Und zu guter Letzt noch ein Vogel, den wir auch bei unserer Tour mit dem Guide gesehen haben. Hier gibt es wirklich Vögel in allen möglichen Farben: blau, gelb, rot, grün und gemischt und so weiter.

So, das war's für heute.
Schöne Grüße aus dem autofreien Dorf Tortuguero von Fanny und Andy

1 Kommentar:

  1. Wenigstens dort gibt es noch eine bunte Vogelwelt - hier werden die Vögel ja ausgerottet durch Gift und Katzen.
    Petra

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