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| Fanny, Cherry und Andy vor dem Ausblick von der Uni |
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| Wir mit unseren Gastgeber/innen Cherry, Rosa und KK |
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| Dieses Tier ist normalerweise gut getarnt (wenn es sich zwischen Zweigen aufhält), hat sich hier aber ein wenig verirrt. |
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| Hongkong überzeugte mit seinem reichhaltigen Angebot an exotischen Früchten und grünem Gemüse |
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| Nächtlicher Blick vom Dach des Hauses (25. Stock) |
你好 („Nej hou“ auf Kantonesisch) ihr Lieben,
in Hongkong hatten wir eine richtig tolle Zeit. Wir wohnten hier neun Tage bei der Familie von Cherry, die 2016/17 für ein Schuljahr bei Fannys Eltern lebte. Wir wurden hier richtig herzlich empfangen und aufgenommen und von Cherrys Mutter mit sehr viel chinesischem Essen verwöhnt. So lernten wir nicht nur die Stadt kennen, sondern auch eine chinesische Familie und ein bisschen chinesische Kultur.
Schon im Bus vom Flughafen nach Hause staunten wir über die vielen hohen Häuser, aber auch die vielen grün bewachsenen Berge. Hongkong ist Wohnort von 7 Millionen Menschen, die auf engstem Raum wohnen, meist in Häusern mit 25-40 Stockwerken. Gleichzeitig gibt es auch viel Natur im Stadtgebiet und man kann schon mal (vermeintlich) mitten im Djungel landen. Hongkong besteht aus einem Teil, der mit dem chinesischen Festland verbunden ist und ein paar Inseln die direkt davor liegen. Die bekannteste ist die Insel Hongkong, die u.a. den Kern der Innenstadt ausmacht. Das Klima ist derzeit feucht-warm, also meist 28-30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit.
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| Ein inzwischen nur noch halber Dumpling mit Gemüsefüllung - getunkt in chinesischen Essig |
Zum Frühstück gab es dann gleich Dumplings (gefüllte Teigtaschen, meist gegaart oder gekocht) und danach schliefen wir uns erstmal aus. Abends wurden wir dann von Rosa, Cherrys Mutter, reich bekocht und am nächsten Tag ging es mit Cherry zum Campus ihrer Universität. Bis dorthin brauchten wir eine ganze Stunde. Wir mussten drei verschiedene U-Bahnen nehmen und dann auf dem Campus noch einen Bus. Cherry zeigte uns verschiedene Gebäude, wo sie u.a. studiert, und anschließend aßen wir in einem veganen Restaurant sehr leckeres Essen.
Am Donnerstag gingen wir mittags mit Rosa in ihrer Mittagspause vietnamesisch essen und anschließend fuhren wir beide zuerst mit der Fähre „Starferry“ vom Festland zur Insel Hongkong. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten und man kann diese Strecke auch per U-Bahn zurücklegen, man hat von der Fähre allerdings einen unschlagbaren Blick auf die Skyline Hongkongs. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zum Peak, einem hohen Berg auf der Insel Hongkong, von wo aus man einen fabelhaften Blick auf die Stadt hat (und auf der anderen Seite auf‘s Meer mit noch ein paar weiteren kleinen Inseln). Wir machten dort eine kleine Wanderung und waren bis nach Einbruch der Dunkelheit da, um die Stadt später erleuchtet zu sehen. Als wir den Bus zurück nehmen wollten, mussten wir feststellen, dass dies auch mindestens 200 andere Menschen genau um diese Uhrzeit machen wollten, sodass wir in einer seeeehr langen Schlange standen und etwa drei Busse abwarten mussten, bis wir mitfahren konnten. So ist das eben bei so vielen Menschen. Auch in Einkaufszentren, in der U-Bahn und auf der Straße war es manchmal sehr voll und man musste aufpassen, nicht irgendjemandem auf die Füße zu treten.
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| Hongkong by night (von Peak aus gesehen) |
Am Tag darauf hatten Rosa und der Vater, genannt KK, frei, sodass wir einen Familienausflug machten. Es ging zu einer weiteren Sehenswürdigkeit, dem weltgrößten Buddha unter freiem Himmel. Dorthin fuhren wir mit einer Seilbahn. Auf der ca. 25-minütigen Fahrt hatten wir einen tollen Blick über Hongkong und später über die Natur der Insel. Bei dem Buddha ist es recht touristisch, doch da das Wetter etwas regnerisch war, war es nicht ganz so voll. Wir liefen herum und guckten uns verschiedene Sachen an (einen Kurzfilm zu Buddha, eine Kung-Fu-Show) und schließlich den Buddha selbst, der auf einem Podest steht bzw. sitzt, welches erklommen werden muss. Anschließend besuchten wir auch den dazugehörigen buddhistischen Tempel und aßen im dazugehörigen (aus religiösen Gründen rein) vegetarischen Restaurant zu Mittag – sehr lecker.
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| Der Blick aus unserer Seilbahnkabine, vorne Andy, Fanny, Cherry, KK, Rosa und Cherrys Oma |
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| Der Weg zum Buddha hoch |
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| Tempel beim Riesen-Buddha |
Als wir zurückfahren wollten, fing es heftig an zu regnen und windete (Taifun) und die Seilbahn wurde geschlossen. Nach über einer Stunde Wartezeit wurde die Seilbahn aber wieder eröffnet und es ging auf diesem Wege zurück.
Am Samstag gingen wir mittags mit der Familie (Cherry, Rosa, beiden Omas und dem Onkel) in einem traditionellen Restaurant essen, wo es voll von chinesischen Familien war, da man am Wochenende oft in solchen Restaurants isst. Anschließend besuchten wir beide die längste Rolltreppe der Welt. Dabei handelt es sich genaugenommen und viele einzelne Rolltreppen, die sich auf einer Fußgängerbrücke befinden, die über mehrere Straßen auf einen Berg hochführt. Oben angekommen, befanden wir uns in der Straße, in der Fannys Großmutter väterlicherseits als Kind ein paar Jahre lang aufwuchs. Dann besuchten wir noch einen chinesischen Tempel, der von den Räucherstäben so verräuchert war, dass man sich nicht lang darin aufhalten konnte.
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| Betende Frau im Man Mo Tempel |
Am Sonntag besuchten wir einen weiteren Tempel, den „Ten Thousand Buddhas Monastery“, der allein dadurch sehr imposant ist, dass den Weg zum Tempel hoch etliche goldene Buddha-Figuren schmücken.
Dieser Tage war es sehr regnerisch und als wir am Montag aufstanden und feststellten, dass es nicht regnete, ergriffen wir die Chance und machten uns zur Insel Lamma auf. Von einem Pier auf der Insel Hongkong ging es per Fähre zu der Insel. Sie ist kleiner, hat keine Hochhäuser und viel Natur. Zuerst verbrachten wir etwas Zeit am Strand und badeten, anschießend liefen wir noch ein bisschen durch die schöne Natur und versüßten uns den Nachmittag mit einer Nachspeise in einem Roh-veganen-Café.
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| Blick auf die Insel Lamma |
Am Dienstag Abend gingen wir nochmal mit der Familie essen, da am nächsten Tag Cherrys Geburtstag war. Es war ein vegetarisches Restaurant mit Blick auf die nächtliche Skyline.
In China/Hongkong isst man gerne Fleisch, v.a. Schweinefleisch, da Rosa aber wusste, dass Fanny Veganerin ist, hatte sie uns für zu Hause jede Menge vegane Dumplings gekauft und vegetarisch-vegane Restaurants rausgesucht. Und da Liebe bekanntermaßen durch den Magen geht, bekamen wir in diesem zehn Tagen wirklich sehr viel leckeres Essen zu probieren sowie etliche für uns exotische Früchte.
Am Mittwoch guckte sich Fanny den Wetland Park an, einen Park (für den man auch Eintritt zahlt), in dem es sehr viele Teiche, Seen- und und Matsch-Landschaften gibt, wo verschiedene Tiere leben, die man hier beobachten kann. Z.B. kann man aus Aussichtshäuschen mit Teleskopen Vögel beobachten.
Außerdem lernten wir über die chinesische Kultur, dass man sich am Tisch beim Essen z.B. nicht so benehmen muss, wie in Deutschland. Laut zu rülpsen ist im Kreise der Familie gar kein Problem und auch im öffentlichen Raum (z.B. auch in einem feinen Shopping-Center) begegneten uns des Öfteren v.a. Männer, die laut rülpsten. Auch bekommt nicht jede_r ein Gericht, sondern die Gerichte werden in die Mitte des Tisches gestellt und jede_r holt sich mit seinen Stäbchen dann etwas davon auf seinen_ihren Teller. Schlürfen ist auch okay und kleckern ist gar kein Problem – wenn die Chines_innen fertig gegessen haben, hat die Tischdecke sämtliche Kleckerflecken und es liegen Essensreste (bei den Fleischessenden v.a. abgenagte Knochen) herum. In deutschen Worten also: „Es sieht aus wie Sau.“ :D
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| Chinesisches Essen - sehr lecker und bunt |
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| Nachtisch: süße Ingwersuppe mit Kugeln aus Reisteig gefüllt mit schwarzer Sesampaste |
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| Nachtisch 2: Kugeln aus Weizenmehl- bzw. Reisteig mit Bohnenpaste-Füllung |
Am Donnerstag ging es dann per Flug nach Delhi in Indien. Davon berichten wir euch nächstes Mal.
Liebe Grüße von
Fanny und Andy
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