Dienstag, 12. Juni 2018

Slowenien, Ungarn, Slowakei, Polen, Deutschland


Fahrradfahren rund um Ljubljana
Ljubljana mit der Burg im Hintergrund
abendliches Treiben am Fluss Ljubljanas
Blick auf Ljubljanas Innenstadt
Markthalle in Budapest
Marktstand in der Markthalle
Budapest liegt Andy zu Füßen
vor dem Hamburger Hauptbahnhof mit Fannys Eltern
Vegane Pierogi mit Salat in Warschau - mhmmm
Warschaus Altstadt
Der Kulturpalast Warschaus (erinnerte uns an Big Ben)
Abendessen mit unserem Couchsurfer-Gastgeber Przemek in Warschau


Zdravo, szìa, ahoj, cześc und hallo ihr Lieben,

psssst, wir haben einen kleinen Geheimtipp für euch: Ljubljana (ausgesprochen Jubijana), von wo aus wir uns das letzte Mal meldeten, hat uns sehr gefallen. Die Stadt wurde nicht umsonst zum Green Capital (Grüne Hauptstadt) Europas gekürt. Ljubljana ist angenehm klein für eine Hauptstadt, sehr grün, mit grünen Flussufern und vielen Parks, hat eine verkehrsberuhigte Innenstadt und ist sehr fahrradfreundlich. Wir fühlten uns gleich zu Hause, außer dass wir natürlich von der Sprache nichts verstanden. Viele Leute konnten uns aber auf Englisch weiterhelfen, ein paar Mal wurden wir sogar auf Deutsch angesprochen, ob wir Hilfe bräuchten. Am ersten Tag erkundeten wir die Stadt und genossen v.a. das viele Grün. Wir wohnten in einem Hostel auf dem Campus der Universität. Am zweiten Tag liehen wir uns Fahrräder aus und fuhren damit den 33 km langen Pot um die Stadt herum. Der Pot ist ein Ring um die Stadt, wo zu Zeiten des zweiten Weltkrieges ein Zaun um die Stadt gezogen war. Heute ist dieser „grüne Ring“ ein Fuß- und Fahrradweg. Er führte uns durch Wohngebiete, vorbei an saftig grünen Wiesen und üppigen privaten Gemüsegärten und durch einen Wald, wo wir schieben mussten, denn es ging 400 m hoch. Es war herrliches Wetter und wir genossen diesen Tag sehr.
Dann ging es weiter nach Budapest. Die ersten zwei Nächte übernachteten wir in einem sehr zentralen Hostel und anschließend noch eine Nacht bei einer Couchsurferin. Am ersten Tag machte jede/r etwas Eigenes. Während Andy u.a. ins Haus des Terrors ging, guckte sich Fanny Sehenswürdigkeiten rund um die Donau an: eine große Markthalle, das Parlament, die Margareteninsel, wo am Wochenende etliche Menschen unterwegs waren, und den Burgpalast. Am nächsten Tag kraxelten wir zusammen den Berg zur Zitadelle hoch und trafen uns anschließend mit unserer Couchsurferin. Diese hat sehr oft Gäste, daher erwartete uns hier ein Zimmer mit Beschriftungen und am Wohnungseingang ein Schild „Please, take off your shoes!“. :)
Sie hatte eigentlich gerade Gäste gehabt, aber wir wirkten auf unserem Couchsurfing-Profil so sympathisch, dass sie uns auch aufnahm. Sie zeigte uns den nahegelegenen Stadtpark und den Heldenplatz und erzählte viel über die Geschichte und Politik Ungarns (auch Kritik zur derzeitigen Regierung etc.).
Dann ging es weiter nach Kosice in der Slowakei. Auf dem Weg erreichte uns leider die Nachricht, dass bei einem Freund von Andy Krebs diagnostiziert wurde und er in Hamburg im Krankenhaus liegt. Da es das letzte Mal sein könnte, dass wir ihn sehen, stand für uns schnell fest, dass wir ihn in Hamburg besuchen wollten. Zudem waren wir gerade so nah an Deutschland, dass dies auch noch einigermaßen gut machbar war. (Ursprünglich war nämlich nicht geplant, vor Ende der Reise nach Deutschland zurückzukehren.) In Kosice schlenderten wir durch die Stadt und planten außerdem den geänderten Reiseverlauf. Unser Aufenthalt in der Slowakei war kurz. Interessant aber, was wir schon auch über Polen gehört hatten, hier kann man Second-Hand-Kleidung nach Gewicht kaufen. Es gibt also einen Kilopreis und nicht einen Stückpreis.
Anschließend folgte eine Fahrt im Minibus nach Krakau. Minibusse sind nicht unser Ding, beschlossen wir. Trotz guter Straßen war es wackeliger als in großen Bussen und in PKWs. Krakaus jüdisches Viertel Kazimierz und die Altstadt gefielen uns sehr und auch am Fluss kann man herrlich spazieren gehen. Nach einer Nacht ging es dann allerdings mit dem Bus nach Hamburg. Dort besuchten wir Andys Freund an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Krankenhaus und trafen uns am Samstag auch noch mit Fannys Eltern, für die es ja keine weite Anreise von Eckernförde war. Dann ging es mit einer Übernachtung in Berlin zurück nach Polen. Mit den Zug fuhren wir nach Warschau, wo wir für zwei Nächte bei einem Couchsurfer unterkamen. Couchsurfing ist wirklich etwas Tolles. Man lernt Menschen kennen, die an diesem Ort zu Hause sind und sieht auch, wie die Menschen wohnen. Man bekommt Geschichten und Weltansichten zu hören, Kulinarisches zu probieren und Tipps für die Erkundung der Stadt oder das tägliche Leben in diesem Land.
Mal wieder kochten wir für unseren Couchsurfer (das ist bisher immer unsere Gegenleistung für die Aufnahme gewesen), saßen zusammen und redeten viel. Tagsüber erkundeten wir ein bisschen die Stadt und probierten die polnischen Pierogi.
Jetzt sind wir gerade auf dem Weg nach Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Danach geht es weiter nach Lettland und dann nach Estland, wo wir ab nächster Woche wieder für zwei Wochen bei einer Familie im Garten und Haushalt arbeiten werden. Außerdem sind wir soeben eine Zeitzone weitergehüpft, sodass es bei uns nun eine Stunde später als in Deutschland ist.

Bis bald, macht‘s gut
Fanny und Andy

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