Hallo ihr Lieben,
wir sind seit einer
guten Woche auf Kuba. Das Internet ist hier bescheiden und der Zugang
kompliziert, daher die Funkstille.
Vor unserem Abflug
machten wir Couchsurfing in Köln bei einer sehr netten
Couchsurferin, guckten uns den Kölner Dom an und trafen Marie, eine
alte Familienfreundin von Fanny. Der Flug verlief, etwas verspätet,
ohne Probleme, allerdings stellte sich nach ewigem Warten am
Flughafen in Havanna raus, dass das Gepäck von unserem Mitreisenden
Hans-Jürgen nicht angekommen war. Zur Info: Wir sind in Kuba noch
nicht zu zweit unterwegs, sondern mit Fannys Mutter und einer
Freundin von ihr und einem weiteren Freund – also zwei U30er und
drei Ü60er. Im Eifer des Gefechts ließ unsere Mitreisende Steffi
ihren Koffer in der Wechselstube des Flughafens liegen um Hans-Jürgen
beizustehen. Als sie den Verlust dann bemerkte, waren wir alle in
heller Aufregung bis einer der Taxifahrer uns den rettenden Hinweis
gab: Er hatte beobachtet, dass sie die Wechselstube ohne Koffer
verlassen hatte. Dort zurück lag der Koffer noch immer an genau
gleicher Stelle. Anderswo wäre er wohl schon längst als Bombe
eingestuft worden und der ganze Flughafen geräumt worden.
Obwohl Hans-Jürgens
Gepäck bis heute nicht aufgetaucht ist, erkundeten wir zunächst
drei Tage lang Havanna mit Elier, einem Kubaner, der mit Steffis
Bruder befreundet ist. Es gibt so viel zu erzählen, dass ich gar
nicht weiß, wo ich anfangen soll. Die Autos sehen aus wie im Film
„Grease“. Wie in vielen solchen Ländern war die Luft in Havanna
sehr verschmutzt und es war sehr laut. Auch hatten wir zunächst
Schwierigkeiten Läden und Märkte zu finden um uns etwas zu essen
kaufen zu können. Man bekommt hier auch immer etwas zu essen in den
Unterkünften, aber die Läden sind sehr bescheiden ausgestattet.
Importierte Ware kostet hier oft so viel wie bei uns, etwa eine Tüte
Zwiebelringe oder eine Packung Kekse und auch die Restaurants
verlangen von Touristen oft sehr hohe Preise, gleichzeitig bekommt
man meist eine bescheidene Portion oder wird gerade so satt. Das ist
man als Europäer aus einem kapitalistischen Land nicht gewohnt, aber
es gibt uns zu denken und man lernt die Bescheidenheit
wertzuschätzen. Das ist sehr schön.
Andy ist leider seit
einer knappen Woche leicht erkältet, aber das ändert sich
hoffentlich bald. Nach drei Tagen in Havanna, flogen wir nach
Santiago ganz in den Süden der Insel. Dort angekommen stellten wir
fest, dass unser Gepäck durchwühlt worden war, aber offenbar war
nichts abhanden gekommen. Ein Glück. In Santiago erkundeten wir
ebenfalls die Stadt. Hier ist es sommerlich warm - in Havanna war es
etwas kühler mit Schauern zwischendurch. Für Hans-Jürgen kauften
wir ein paar neue Klamotten sowie Sandalen, damit er mehr als eine
Hose, eine Unterhose und ein Hemd sowie Wanderschuhe besitzt.
Andy, dem seine
verschiedenen Schuhe entweder Blasen bescherten oder zu unbequem für
langes Laufen waren, lief zeitweise barfuß, was bei der
Lokalbevölkerung Unverständnis auslöste, uns im entscheidenden
Moment aber half. Wir suchten den Weg nach Hause und da wurde er an
einer Straßenecke wieder angesprochen, dass er ja nun tatsächlich
wieder seine Schlappen (chanclas) anhabe. Dadurch erinnerten wir uns,
dass wir hier also vorbeigekommen waren und wussten wieder, wie wir
nach Hause finden. Haha, vielen Dank dafür!
Am nächsten Tag
holten wir einen Mietwagen ab, mit dem Steffi und Hans-Jürgen uns
die nächsten sechs Tage fahren dürfen und es ging zuerst nach
Bayamo. Dort blieben wir eine Nacht und aßen abends in einem sehr
schön traditionell eingerichteten kubanischen Restaurant. Und am
nächsten Tag ging es dann zum derzeitigen Aufenthaltsort, Santo
Domingo in der Sierra Maestra. Dort wohnen wir in einer Unterkunft
mit vielen Tieren (frei rumlaufende Pferde, Schweine, Hühner,
Katzen, Hunde) direkt am Fluss Yara. Gestern machten wir eine
geführte Wanderung durch die Berge der Sierra Maestra, wo die
Rebellengruppe um Fidel Castro und Che Guevara damals gegen die
Soldaten Batistas kämpften. Die Wanderung ging mitten durch den
Regenwald mit aufregender Flora und Fauna und etlichen Schweinchen
auf dem Weg und hatte als Ziel die Häuser des damaligen Geheimlagers
der Rebellen. Anschließend wartete ein erquickendes Bad im Fluss auf
uns.
Fotos folgen dann
spätestens, wenn wir in Mexiko sind und besseres Internet haben.
Viele Grüße von
Fanny und Andy
endlich Post, manfred
AntwortenLöschenBesitos
AntwortenLöschenTia S.
Schon mal aufregend...
AntwortenLöschenGute Fortsetzung!
Viele Grüße aus Dresden
Mario