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| Wandern in der Sierra Maestra |
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| Straßenszene in Havanna |
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| ebenfalls in Havanna |
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| Wandern im Nationalpark El Cubanito |
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| Spaziergang durch's Dorf Santo Domingo, wo uns die freilaufenden Tiere begeisterten |
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| Fanny, Steffi und Petra (Fannys Mutter) baden im Fluss Yara. |
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| Am anderen Ufer unsere Unterkunft in Santo Domingo (Sierra Maestra), die nur über diesen Steg zu erreichen war. |
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| El Che - dauerpräsent, genauso wie Fidel Castro |
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| Playa Ancón |
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| Wandern in Topes de Collantes - erinnerte uns an dieser Stelle an das Elbsansteingebirge |
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| Schwimmen im Fluss wie hier - eine Belohnung für die anstrengende Wanderung |
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| Tabak, der getrocknet wird |
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| Unsere Kuba-Reisegruppe: Fanny, Petra, Steffi, Andy, Hans-Jürgen |
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Hallo
ihr Lieben,
wir
sind zurück in der Welt des Kapitalismus‘ und des Internets,
sodass ihr nun wieder von uns hört und was zu sehen bekommt.
Drei
Wochen auf Kuba sind vorbei und ich (Fanny) möchte euch berichten,
was wir noch so gemacht haben und später auch ein bisschen
reflektieren über Kuba.
Nachdem
wir in Santo Domingo noch einen weiteren Tag in der Natur, am Fluss,
entspannt hatten, machten wir uns mit dem Mietwagen auf den Weg nach
Camagüey über Bartolomeo Maso, Yara, Manzanillo, Las Tunas, bis wir
am späten Nachmittag am Zielort ankamen. Die Straßen waren recht
löchrig, weshalb wir langsam voran kamen und die Bremse viel benutzt
wurde. In Camagüey quartierten wir uns in einer Art Hostel ein und
schlenderten durch die Stadt und hörten uns Musik an öffentlichen
Plätzen an. Am nächsten Tag machten die drei Ü60er eine geführte
Tour mit Fahrrad-Rickshaws während Andy und ich die Stadt zu Fuß
erkundeten.
Danach
ging es mit dem Mietwagen weiter nach Trinidad, was wieder einen
ganzen Tag für den Transport in Anspruch nahm, allerdings stellten
wir fest: Je näher wir Havanna kamen, desto besser wurden auch
tendenziell die Straßenverhältnisse. Die erste Nacht verbrachten
wir in Casilda, wo es uns aber nicht so gefiel, da es ein kleines
Dorf ist und wir für abendliche Musik, zum Essengehen oder sonstige
Aktivitäten immer auf ein Taxi angewiesen wären (den Mietwagen
mussten wir am Tag darauf nämlich wieder abgeben). Also zogen wir
kurzerhand nach Trinidad um, einer kleinen, recht touristischen
Stadt. Wir wohnten am Stadtrand und hatten somit eine recht ruhige
Umgebung, trotzdem konnten wir das Zentrum der Stadt fußläufig
innerhalb von zehn Minuten erreichen – ein guter Kompromiss.
In
Trinidad ging es Hans-Jürgen zunächst schlecht, vermutlich vom
Essen des Vortags, sodass wir einen Tag nur entspannten. Danach
machten wir abwechselnd zweimal einen Strandtag und einen Wandertag:
Zweimal ging es zum wunderbaren Playa Ancón und zum Wandern einmal
in den Parque Cubano, wo wir sieben Kilometer entlang eines Flusses,
vorbei an Wespennestern zu einem Wasserfall wanderten. Die zweite
Wanderung machten wir in Topes de Collantes, wo wir ebenfalls zu
einem Wasserfall wanderten. Dort war der Wanderweg allerdings weniger
eben, sondern auf dem Hinweg ging es nach unten und zurück
entsprechend wieder hoch, durch Wald mit tollen Gewächsen und
Felsen.
Nach
fünf ganzen Tagen in und um Trinidad machten wir uns dann auf den
Weg nach Viñales.
Dafür bestellten wir ein Sammeltaxi. Der Taxifahrer teilte uns dann
mit, er würde uns bis Havanna fahren und dort einem anderen
Sammeltaxi übergeben. Die Fahrt bis Havanna war angenehm. Soweit so
gut. In Havanna dann wurden wir an der Autobahn (ist etwas anders als
deutsche Autobahnen versteht sich, übrigens auch mit viel weniger
Verkehr) an einer Art Sammelstelle rausgelassen und
einem anderen Taxi übergeben. Es zeigte sich zunächst, dass das
zweite Taxi in schlechterem Zustand war als das erste, aber
Schlimmeres ahnten wir noch nicht, als wir auf die weiteren
Passagiere warteten. Die Fahrt allerdings war dann ein reines
Abenteuer, was am Fahrer lag, der ohne jegliche Rücksicht fuhr. Auf
der Autobahn hielt sich dies noch in Grenzen, aber auf der kurvigen
Straße von der Autobahn nach Viñales
fuhr er trotz regelmäßigem Gegenverkehr ständig links, überholte
in Kurven und wich erst im allerletzten Moment aus. Autos, die aus
der entgegengesetzten Richtung kamen, mussten tw stark bremsen um
nicht in uns reinzufahren und machten natürlich Lichthupe. Auch
unsere Mitreisende Steffi ermahnte den
Fahrer zur Vernunft, aber
das alles interessierte
ihn
nicht.
Tja,
wir waren alle heilfroh als wir in unserer Unterkunft ankamen.
Viñales
ist ein Dorf, wo allerdings einiges los ist, da es sehr touristisch
ist. Da unsere erste Unterkunft direkt an der Hauptstraße lag, zogen
wir am nächsten Tag auf Wunsch der Ü60er um, da Gestank und Lärm
der Autos sie kaum schlafen ließen. In der neuen Unterkunft
angekommen wurde uns ein Führer organisiert, der mit uns eine
vierstündige Wanderung durch das Viñales-Tal
machte. Dort bekamen wir
auch den Anbau, die Trocknung von Tabak und die Herstellung der Puros
(Zigarren) gezeigt. Das
Essen, was Hans-Jürgen und ich an dem Abend aßen, war wohl nicht
gut, denn am nächsten Morgen ging es ausgerechnet uns beiden (wir
hatten das gleiche Gericht gegessen) schlecht. In meinem Falle kam
das Essen drei Mal oben wieder raus, Hans-Jürgen war einfach nur
beständig übel. Zum Glück hatten wir unsere Leibärztin Steffi,
die uns pflegte und behandelte. Somit ging es uns zum Ende der Reise
dann wieder besser.
Andy,
Steffi und meine Mutter machten deshalb eine zweite Wanderung nur zu
dritt, wo sie, wie mir berichtet wurde, eine Tropfsteinhöhle zu
sehen bekamen sowie den Anbau und die Verarbeitung von Kaffee. Am
Mittwoch ging es dann wieder nach Havanna, für uns Kranke war der
Transport eine kleine Herausforderung. Diesmal hatten wir einen
anständigen Fahrer, aber ein sehr altes, schaukelndes Auto. Gestern
schlossen wir die Kuba-Reise dann mit einer Rundfahrt mit Havannas
Touri-Bus ab. Auf dem Fußweg zurück zur Unterkunft wurde Andy von
einem Schulmädchen (in Schuluniform) auf Englisch angesprochen:
„Sorry, can I ask you a question? Do you believe in true love?“
„Yes, I do“, antwortete Andy und fragte warum sie frage,
woraufhin sie sagte, am Vortag sei Valentinstag gewesen und alle
seien glücklich und sie sei frustriert und nun frage sie einfach
verschiedene Leute, was diese so denken.
Nun
sind wir also heile in Mexiko angekommen und ich lasse die drei
Wochen auf Kuba gedanklich Revue passieren. Ich muss sagen, ich wir
haben uns in Kuba recht sicher gefühlt. Auch wenn in der
Tourismusbranche manchmal versucht wird, den Touristen für alles und
jedes Geld abzunehmen, sind die Leute sehr freundlich. Sie versuchen
zu helfen, v.a. wenn wir auf der Straße etwas gefragt haben. Es gibt
viele arme Menschen, aber die Unterschiede zwischen arm und reich
sind nicht so groß wie z.B. in Ländern wie Mexiko. Ich habe das
Gefühl, dass die Leute dadurch auch nicht solchen Neid entwickeln.
Die Kubaner, mit denen wir gesprochen haben, waren durchaus positiv
gestimmt, manche stolz Kubaner zu sein und ein sozialistisches System
zu haben, zugleich geben sie zu, dass einiges verbesserungswürdig
ist. Andererseits bildet
sich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft heraus, was damit zusammenhängt,
dass es auf Kuba zwei Währungen gibt. Die Pesos Convertibles
ersetzen seit Anfang der 2000er den Dollar und sind stark an diesen
gebunden und die Pesos nacionales sind dagegen nicht wert auf dem
Weltmarkt und in Kuba werden sie v.a. für Lebensmittel auf dem Markt
benutzt. Mit den Convertibles (CUC) kann man wertvollere Dinge
ergattern und sie sind auch das Zahlungsmittel der Touristen.
Menschen die auf Kuba im Tourismus arbeiten erhalten also CUC im
Gegensatz zu den Angestellten des Staates, die mit nationalen Pesos
bezahlt werden. Wer im Tourismus arbeitet verdient
also ein Vielfaches und kann sich wesentlich mehr leisten als
Menschen, die nicht im Tourismus arbeiten. Das System der zwei
Währungen mussten wir immer wieder als problematisch beurteilen und
sind gespannt, ob es vielleicht irgendwann eine Veränderung hin zu
einer einzigen Währung gibt.
So,
das war‘s für heute. Ab
jetzt reisen wir übrigens zu zweit.
Viele
Grüße aus Mexiko-Stadt von Andy und Fanny
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